Förderung

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, fördern vor allem die Bundesregierung, aber auch die Bayerische Staatsregierung Anstrengungen in diesem Bereich durch finanzielle Anreize. Mit Ihrem privaten Sanierungs- oder Bauvorhaben können Sie von diesen Förderprogrammen profitieren.

Durchblick im Förderdschungel

Gefördert werden vor allem Heizungsmodernisierung, Solarkollektor- und Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Holz- oder Biomasseanlagen, Blockheizkraftwerke und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, aber auch Einzelmaßnahmen für einen verbesserten Wärmeschutz, wie Wärmedämmung an Dach, Wand, Kellerdecke oder neue Fenster. Das Förderangebot für energetische Sanierungen, effiziente und ökologische Anlagentechnik oder energiesparende Neubauprojekte ist groß, aber auch ständig im Wandel. Die Vielfalt der Programme und Konditionen für einzelne Fördermaßnahmen und die häufigen, oft sehr kurzfristigen Änderungen machen es schwer, den Überblick zu behalten. Den notwendigen Durchblick bieten Förderdatenbanken im Internet oder der stets aktuelle „Förderkompass“ der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Energieagenturen, erhältlich zum Download unter: www.energieagenturen.info (» Förderkompass)

So planen Sie richtig

Um Fördergelder der KfW zu erhalten, müssen Sie eine Energieberaterin oder einen Energieberater mit BAFA-Zertifizierung einbeziehen. (siehe S. 32 f.) Die Vor-Ort-Beratung wird auch weiterhin durch die BAFA gefördert. Wenn Sie sich über Art und Umfang der geplanten Maßnahmen im Klaren sind, muss zunächst ein schriftliches Angebot eingeholt werden. Denn nur auf dieser Grundlage kann ein Förderantrag gestellt werden. Der Auftrag und der Baubeginn dürfen erst erfolgen, wenn eine Förder­bewilligung oder eine Bewilligung für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt wurden. Auch hier gibt es allerdings Ausnahmen, z. B. das „Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)“ der BAFA.

BAFA – Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Neben Zuschüssen für die Vor-Ort-Energieberatung wird durch die BAFA auch die Nutzung erneuerbarer Energien, z. B. durch Solarkollektoren, Wärmepumpen oder Biomasseanlagen wie z. B. Holzpelletkessel gefördert: Das aktuelle Förderprogramm ist das „Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)“.

Informationen: www.bafa.de (» Energie » Energieberatung » Vor-Ort-Beratung) und (» Energie » Heizen mit Erneuerbaren Energien)

Förderdatenbanken

Aktuelle Informationen zu Förderprogrammen finden Sie vor allem über die Förderdatenbanken im Internet. Hier können Sie gezielt nach Förderangeboten zu den von Ihnen geplanten Modernisierungs- oder Neubauvorhaben suchen. Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen, die Konditionen und die Höhe der zu vergebenden Darlehen und Zuschüsse sowie Hinweise zur Antragstellung erhalten Sie auf den Internetseiten der KfW, der BAFA und des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie:

  • www.bafa.de: Informationen zu Förderprogrammen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
  • www.energieagentur-nordbayern.de: Informationen und Förderkompass Energie für private Energieverbraucher, Unternehmen und Kommunen
  • www.energieagenturen.info: Förderdatenbank des BINE Informationsdienstes und der Deutschen Energie-Agentur (dena)
  • www.energieatlas.bayern.de: Informationen zum 10.000-Häuser-Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung
  • www.foerderdatenbank.de: Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
  • www.kfw.de: Informationen zu Förderprogrammen der KfW-Bankengruppe
  • www.solarfoerderung.de: Interaktiver Förderberater für Solar­anlagen
  • www.stmwi.bayern.de: Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie zu Förderprogrammen und -maßnahmen auf Bundesebene sowie zu Bayerischen Förderprogrammen
KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die umfangreichsten Förderprogramme werden durch die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt. Die Antragstellung für eine KfW-Förderung kann über alle Sparkassen und Banken erfolgen. Die Förderungen werden in Form von zinsgünstigen Darlehen, Tilgungszuschüssen oder als direkte Zuschüsse gewährt. Die KfW fördert neben dem energieeffizienten Neubau vor allem Sanierungsmaßnahmen, die das Haus zum KfW-Effizienzhaus machen. Darüber hinaus sind aber auch Einzelmaßnahmen (zur Wärmedämmung oder zur Modernisierung der Anlagentechnik) und Kombinationen aus Einzelmaßnahmen förderfähig. Hierfür werden bestimmte Anforderungen an die Qualität der Bauteile gestellt und neuerdings auch an die Bauausführung und die Baubegleitung bzw. Energieberatung.

Informationen: www.kfw.de

Freistaat Bayern und Regierung von Oberfranken

Der Freistaat Bayern fördert über das „Bayerische Modernisierungsprogramm“ die Modernisierung von Mietwohnraum in Mehrfamilienhäusern, auch im Hinblick auf Energieeinsparung und CO2-Vermeidung. Die Konditionen dieses Förderprogramms orientieren sich teilweise an den KfW-Förderprogrammen. Die Zuständigkeit liegt beim Bayer­ischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Anträge können bei der Regierung von Oberfranken gestellt werden.

Informationen: www.regierung.oberfranken.bayern.de (» Bauen » Förderungen im Bauwesen) 

Mit dem Förderprogramm „Energie­BonusBayern – 10.000-Häuser-Programm“ unterstützt der Freistaat Bayern die Bürger bei energetischen Maßnahmen an ihren Wohngebäuden. Im Fokus stehen selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser (einschließlich Reihenhäuser).

Informationen und Antragstellung: www.energiebonus.bayern

Strom einspeisen

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage oder eine Anlage zur Kraft-Wärme-Kopplung (Blockheizkraftwerk oder Brennstoffzelle) planen, dann gehen zusätzlich zu den Förderungen die möglichen Einkünfte durch die Stromeinspeisung auf Ihr Konto: die Einspeise- und die Eigenverbrauchsvergütung. Maßgeblich dafür sind die Regelungen im Erneuer­bare-Energien-Gesetz (EEG) und im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG).

Informationen

  • www.bafa.de (» Energie » Kraft-Wärme-Kopplung)
  • www.bmwi.de (» Themen » Erneuerbare Energien » EEG-Reform)

Regionale Förderprogramme

Stadt Seßlach

Die Stadt Seßlach gewährt für Investitionen zu Sanierung, Modernisierung, Umbau und Neubau Zuwendungen, um erhaltenswerte leer stehende Gebäude sowie Brachen in allen Stadtteilen zu revitalisieren. Neubaugebiete und Neubausiedlungen sind von der Förderung ausgeschlossen. Gefördert werden der Neubau von Gebäuden zur Baulückenschließung sowie Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen an (mind. 30 Jahre alten) Gebäuden.

Informationen zu Förder-Konditionen, Antragstellung und der Höhe der Förderung:

Bauamt Stadt Seßlach

Marktplatz 98, 96145 Seßlach
Bernd Vogt
09569/922513
Website besuchen
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SÜC – Städtische Werke Überlandwerke Coburg

  • Förderprogramm Mini-/Mikro-Block­heizkraftwerke: Zusätzlich zur staatlichen Förderung bezuschusst die SÜC den Einbau von KWK-Anlagen (Blockheizkraftwerken). 
  • Förderprogramm Umstellung auf Erdgas und Solar: Die SÜC fördert die Umstellung Ihrer Heizungsanlage auf Erdgas sowie den Einbau von Solarthermie­anlagen. Auch entsprechende Installationen im Neubau werden gefördert.

Voraussetzungen und Förderleistungen finden Sie unter: www.suec.de (» Erdgas » Förderprogramme) 

SÜC – Städtische Werke Überlandwerke Coburg

Bamberger Straße 2-6, 96450 Coburg
09561/7491555
E-Mail senden


Stadtwerke Bad Rodach

  • Förderung für die Umstellung der Heizungsanlage auf Erdgas (im Versorgungsgebiet)
  • Zuschuss für die Öltankentsorgung
  • Verleih von Strommessgeräten
  • Umstellung auf Smart Meter in den Ortsteilen und im Stadtgebiet Bad Rodach: Kunden, die bereits mit einem intelligenten Stromzähler ausgestattet sind, können sich via Kundenportal über ihren Energieverbrauch informieren und nützliche Tipps zum Thema Energiesparen anwenden.

Voraussetzung für Fördergeld und Zuschuss: einjähriger Erdgasliefervertrag mit der GVR (Gasversorgung Bad Rodach); ein Erdgas-Hausanschluss ist bereits verlegt bzw. ein noch zu erstellender Anschluss ist wirtschaftlich machbar.

Stadtwerke Bad Rodach

Steinerner Weg 5, 96476 Bad Rodach